Valentinstag aus der Sicht eines Floristen

Vergleichbar mit einem Läufer, der hart trainiert und sich intensiv auf einen Marathon vorbereitet, ist es für einen Floristen ebenso wichtig, sich auf den Valentinstag einzustellen. Ein guter Plan ist der Schlüssel zum Erfolg. Der Valentinstag ist ein sehr gutes Fallbeispiel an dem man aus der Sicht eines Floristen die Probleme, den Stress, die Arbeit und den ganzen Ablauf beschreiben kann. Einer der Knackpunkte sind natürlich rote Rosen! Sie sind zwar der Star am Valentinstag und daher auch am teuersten.

Daher ist es für den Floristen entscheidend möglichst genau abzuschätzen, wie viele Rosen eingekauft werden müssen und natürlich das die Qualität stimmt. Eine weitere Schwierigkeit ist, dass der Valentinstag 2016 auf einen Sonntag fällt. Es wird dadurch noch schwieriger die ideale Warenmenge zu ordern bzw. bereitzuhalten.

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Wir haben einige unserer Partnerfloristen zum Valentinstag befragt und aus den Antworten eine kleine Übersicht der Tätigkeiten und Erwartungen zu erstellt:

Dekoration des Schaufensters:

o Die meisten Floristen fangen schon direkt nach Weihnachten an, sich Gedanken um die Schaufensterdekoration zum Valentinstag zu machen. Einige versuchen einen möglichst sanften Anlauf zum Valentinstagsrot zu nehmen, indem sie ihre Auslagen in Pastell oder rosa Farbtönen halten. Ab dem 01. Februar sollte die Valentinstagsdekoration im Floristenschaufenster jedoch stehen.

Blumen und speziell Rosen in der “richtigen” Menge bestellen:

o Auch kontrollieren die meisten Floristen ihre letztjährigen Ein- und Verkaufszahlen an den Valentinstagen. Die Planer und Füchse unter den Floristen beginnen rechtzeitig und deutlich im Voraus mit den Zwischenhändlern über die Preise zu verhandeln. Unter dem Gesichtspunkt, dass der Valentinstag 2016 an einem Sonntag stattfindet, bevorzugen die Floristen lieber einen Ausverkauf gegenüber einer Überschussmenge. Daher werden sie eher konservative Bestellungen bei ihren Blumengroßhändlern aufgeben. Falls dann z. B. rote Rosen ausverkauft sind, werden sie ihr Verkaufstalent einsetzen, um die Kunden von den Qualitäten anderer (Ausweich-)Blumen zu überzeugen. Denn auch Gerbera, Tulpen oder sogar Calla sind in rot top romantisch!

Extras:

o Die Entwicklung in den letzten Jahren hat gezeigt, dass immer mehr Kunden eine Auswahl an passenden Extras zu ihren Blumen haben möchten. Dem entgegen sagen Floristen, dass das Budget der Kunden  nicht  unbegrenzt ist und auch immer ein Auge auf dem Preis liegt. Ein idealer Mittelweg sind daher Extras, die preislich nicht allzu ins Gewicht fallen. Gewünschte und bezahlbare Extras sind Teddys, Schokolade, Pralinen, Valentinskarten und Vasen.

Zusätzliche Aushilfen/Mitarbeiter:

o Alle Floristen, die wir befragt haben, gaben an, dass das Geschäft am Valentinstag ein Wettlauf ist! Trotz einiger im Vorfeld eingegangenen Bestellungen kommen die meisten jedoch immer in der letzten Minute. Die Blumenläden haben mittlerweile ganz bestimmte Mitarbeiter (Experten), die sich nur um die telefonische und online Bestellungsabwicklung, den Bereich Auslieferung, den Bereich Finanzen und natürlich das Herzstück, dem Blumenbinden, kümmern.

Organisation und Kaffee!

o Die Floristen besorgen und ordnen ihre Boxen/Fächer (mit den speziellen Valentinstag-Extras), legen Straussdekorationen und Utensilien wie Herzstecker, Bänder, Draht und Sisal bereit, etc…. Dies geschieht eine Woche vorm Valentinstag.

o Sechs bis neuen Tage vorm Valentinstag wird die Pflanzenauswahl vor- und aufbereitet (spezielle Töpfe, Schleifen, Bänder, Blätterputz, etc.).

o Die Blumenläden kaufen bzw. erhalten die erste Valentinstagsware am Mittwoch vorm Valentinstag, so dass die einzelnen Stiele präpariert und die Blumen farblich sortiert werden können. Am Donnerstag und Freitag kommen dann die Hauptlieferungen der Großhändler in den Blumenläden an. Schon während des Tages und auch am Abend werden die ersten Valentinstagssträuße gebunden. Viele Floristen stehen morgens auch schon vor den offiziellen Öffnungszeiten in ihren Läden und binden die Vorbestellungen und Verkaufssträuße. In dieser Phase führt einfach kein Weg am Kaffee vorbei!

o Ganz wichtig ist immer ein gewisses Maß an Flexibilität für Sonderwünsche der Kunden. Diese können die Ware, die Lieferung oder auch die Extras betreffen. Es gibt nichts, was es nicht gibt!

Florist zu sein, ganz besonders zu Spitzenzeiten wie dem Valentinstag, bedarf Kreativität, Liebe zum Details und Produkt, Stress, wunde Hände und Finger, Humor und innere Gelassenheit. Und vieles mehr…

Wen machen Sie an diesem Valentinstag glücklich? Besuchen Sie unsere Valentinstag– und Valentinstagangebote-Kollektion und suchen Ihrem Schatz das passende Geschenk aus.

Verfasst von
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